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Freiberuflich arbeitende Logopädinnen / Logopäden

Nach gesetzlich vorgeschriebener zweijähriger Tätigkeit im Angestelltenverhältnis besteht für Logopäden die Möglichkeit, eine Zulassung zu den Primär- und Ersatzkassen zu erhalten. Sie behandeln dann alle schon erwähnten logopädischen Krankheitsbilder in eigener Praxis oder in Praxisgemeinschaften und rechnen die vom Arzt verordneten Therapien über Rezept mit den Krankenkassen ab.

Von den zur Zeit über 7200 im DEUTSCHEN BUNDESVERBAND FÜR LOGOPÄDIE e.V. organisierten Logopädinnen und Logopäden arbeitet etwa ein Drittel freiberuflich in eigener Praxis.

Neben der therapeutischen Tätigkeit fallen für den Freiberufler auch Arbeiten wir Buchführung, Abrechnung und allgemeine Praxisorganisation an. Der Arbeitseinsatz ist erheblich höher. Die Gebührenstruktur der Krankenkassen vergütet die logopädische Behandlung noch immer nicht adäquat.

Nach Beendigung einer Behandlungsserie werden die erbrachten Leistungen mit den Krankenkassen abgerechnet. Für die Abrechnung mit den Ersatzkassen besteht zwischen dem Verband der Angestellten-Krankenkassen (VDAK) und dem DEUTSCHEN BUNDESVERBAND FÜR LOGOPÄDIE e.V. (DBL e.V.) ein bundesweites Vertragswerk, in dem der äußere Rahmen der Behandlung (Anwesenheit, Vertretung, Anstellungen, Abrechnungsmodalitäten, Art und Umfang der Leistungserbringung) sowie die Gebühren festgesetzt sind. Entsprechende Verträge bestehen mit den Krankenkassenverbänden der Primär-Kassen uneinheitlich auf Bundeslandebene.

Sowohl durch die Verträge mit den Krankenkassen, als auch durch die im Berufsgesetz seit 1980 festgelegte Ausbildungs- und Prüfungsordnung (LogAPrO), sind die Leistungen von Logopäden inhaltlich definiert. Die Wahl der Therapiemethoden gehört eigenverantwortlich in die Entscheidungsbefugnis des Logopäden.

Quelle: Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)

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